Ratgeber: Von Abnehmen bis Zink

Wir haben f√ľr Sie interessante Themen recherchiert. Alles was Sie vom "Abnehmen" bis zu Mineralien wie "Zink" interessieren k√∂nnte.

Angstkrankheiten

Mann h√§lt sch√ľtzend H√§nde vor sich

√Ąngste werden mehr und mehr als Folge von kommunikativen Schw√§chen erkannt: Immer mehr Menschen meiden den Umgang mit ihresgleichen. Marktbeobachter haben beispielsweise festgestellt, dass seit einigen Jahren von mehreren zur Verf√ľgung stehenden Kommunikationstechniken immer h√§ufiger jene ausgew√§hlt werden, die mit m√∂glichst wenig zwischenmenschlichen Kontakten verkn√ľpft sind. So ersetzt beispielsweise die kurze Nachricht auf dem Anrufbeantworter die pers√∂nliche Unterhaltung am Telefon.

Nat√ľrlich m√∂chten Menschen die besonders √§ngstlich und sch√ľchtern sind, diese Schw√§che gerne vor ihren Mitmenschen verbergen. Doch Zittern, fleckige Hautr√∂tungen im Gesicht, Angstschwei√ü und Herzklopfen sind verr√§terische Zeichen, die selbst bei guten Bekannten Spott provozieren. So kann sich rasch ein Teufelskreis ausbilden, die √Ąngste werden verst√§rkt.

Sind diese deutlichen Zeichen einer Angstkrankheit stark ausgepr√§gt - und ziehen sie negative Folgen im sozialen Miteinander nach sich - so sprechen die √Ąrzte mittlerweile von einer "Sozialen Phobie". Dieses Krankheitsbild ist zunehmend von gesellschaftlicher Bedeutung, da immer mehr Menschen darunter leiden. Nach neuesten Studien liegt die Lebenszeit-H√§ufigkeit dieser Form der Angsterkrankung in der Gesamtbev√∂lkerung bei etwa 10 %. Als akut behandlungsbed√ľrftig gelten etwa 1 bis 3 % der Bev√∂lkerung. Die Analyse der bekannten Fakten zeigt, dass die soziale Phobie beide Geschlechter, alle sozialen Schichten sowie Menschen unterschiedlichster Bildungsgrade gleicherma√üen bef√§llt.

Typisch sind die unbegr√ľndeten, sich zwanghaft aufdr√§ngenden √Ąngste. Diese f√ľhren dazu, dass die Betroffenen m√∂glichst all jene Situationen meiden, die sie der Aufmerksamkeit anderer Menschen aussetzen oder durch die sie in Verlegenheit gebracht werden k√∂nnten.

Beinahe zwangsläufig entwickelt sich hieraus eine soziale Isolation. Die Kranken meiden soziale Kontakte und sind in beruflichen aber auch allgemeinen Alltagssituationen beeinträchtigt. Ohne eine ärztliche Behandlung verursachen die Beschwerden eine regelrechte Abwärtsspirale aus unangemessener Angst, panischer Situationsvermeidung, schwindendem Selbstvertrauen, Depressionen, sozialer Isolation, beruflichen oder privaten Problemen und Misserfolgen. Alkoholismus oder Medikamentenmissbrauch stehen nicht selten am Ende eines Leidensweges, der gelegentlich durch einen Selbstmord endet.

Die Mehrzahl dieser Menschen ist sich durchaus ihrer √Ąngste bewusst ist. Es hat sich aber noch nicht bei den Betroffenen herumgesprochen, dass es sich um eine mittlerweile therapierbare Krankheit handelt. Unter den Behandlungsmethoden existieren neben der medikament√∂sen Therapie - beispielsweise mit einem sog. reversiblen, selektiven Hemmer der k√∂rpereigenen Monoaminooxydase A - eine Vielzahl an psychotherapeutischen Verfahren. Von letzteren haben sich bisher allerdings lediglich die verhaltenstherapeutischen Ma√ünahmen als wirksam erwiesen. Diese Verfahren zeichnen sich durch einen vergleichsweise geringen Zeitaufwand, die √ľberpr√ľfbare Wirksamkeit und die Ausrichtung auf √ľberschaubare und konkrete Behandlungsziele aus. So k√∂nnen beispielsweise Rollenspiele helfen, die Soziale Phobie selbst nach jahrelangem chronischen Verlauf doch noch zu bew√§ltigen.

Besonders die gezielte Konfrontation mit bestimmten angstbesetzten Situationen soll helfen, die √ľbertriebenen Angstreaktionen abzubauen. Wird die Verhaltenstherapie mit bestimmten Medikamenten kombiniert, so k√∂nnen etwa 80 % der Patienten dauerhaft von ihren Problemen befreit werden. Wegen der Gefahr eines Medikamentenmissbrauchs wird der Einsatz von bestimmten Medikamenten - sog. Tranquilizern - mit √§u√üerster Zur√ľckhaltung und nur f√ľr die Kurzzeitbehandlung empfohlen. Angesichts der Effektivit√§t verhaltenstherapeutischer Ma√ünahmen und bestimmter auf das Gehirn einwirkender Wirkstoffe wird deshalb f√ľr besonders schwierige F√§lle die Kombination von Verhaltens- und Arzneimitteltherapie empfohlen.

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