Ratgeber: Von Abnehmen bis Zink

Wir haben f√ľr Sie interessante Themen recherchiert. Alles was Sie vom "Abnehmen" bis zu Mineralien wie "Zink" interessieren k√∂nnte.

Ernährung, gesunde

verschiedene Gem√ľsesorten

Zwischen unserem Wissen √ľber gesunde Ern√§hrung und der Umsetzung dieses Wissens liegen Welten. Viele Menschen strafen sich mit falschen Di√§ten in dem Glauben ab, sich damit gesund zu ern√§hren und etwas Gutes f√ľr den eigenen K√∂rper zu tun. Andere haben es ganz aufgegeben, sich nat√ľrlich und gesund zu ern√§hren. Sie greifen gedankenlos zu allem, was Genuss bereitet, ern√§hren sich vornehmlich von Genussmitteln. Oder/ und bevorzugen alles, was den Blutzucker- bzw. Blutfettspiegel rasch ansteigen l√§sst und somit schnell S√§ttigung verschafft.

Doch erst, wenn wir gesunde Ern√§hrung mit angenehmen Gef√ľhlen, Lust und Genuss verkn√ľpfen, haben wir eine echte Chance, gesund zu bleiben.

Es gibt weder "erlaubte" noch "verbotene" Lebensmittel, Fett ist nicht schädlich.

Es stimmt zwar: Fett liefert mit neun Kilokalorien je Gramm die h√∂chste Energiedichte unter den Nahrungsgrundkomponenten Kohlenhydrate, Eiwei√ü und Fett. Insofern l√§sst sich √ľber das vermeiden von Fett besonders viel an Kalorien einsparen. Doch der Zusammenhang "Fett macht fett" ist wissenschaftlich nicht belegt. So ist in den vergangenen gut 20 Jahren in Deutschland der Anteil des Fetts am Kalorienverzehr gesunken. Trotzdem werden wir immer dicker. Warum sollte das ausgerechnet am Fett liegen?

Im vergangenen Jahr hat eine Forschergruppe um die britische Ernährungswissenschaftlerin Lee Hooper von der Universität in Manchester die weltweite Beweislage zum Thema Fettverzehr und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesichtet und systematisch ausgewertet. Das Ergebnis: Die Sterblichkeit bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird bei gesunden Menschen nur marginal davon beeinflusst, ob sie viel oder wenig, gesättigtes oder ungesättigtes Fett essen.

Die These "fettarm bedeutet gesund" hat sich mit der Zeit verselbst√§ndigt. Dabei ist der Vorteil einer betont fettarmen Ern√§hrung trotz aller Bem√ľhungen niemals belegt worden. Im Gegenteil: Der pauschale Rat, am Fett zu knausern, k√∂nnte unter den aktuellen Lebensbedingungen vielen Menschen eher schaden als nutzen:

Parallel zum √úbergewicht verbreitet sich das metabolische Syndrom.

Diese auch Syndrom X genannte, hoch gef√§hrliche Stoffwechselst√∂rung diagnostizieren √Ąrzte, wenn Patienten mindestens zwei der folgenden Risikofaktoren auf sich vereinigen: √úbergewicht, Bluthochdruck sowie eine St√∂rung des Fettstoffwechsels mit zu wenig "gutem" HDL-Cholesterin sowie zu viel "b√∂sem" LDL-Cholesterin und Triglycerid-Fetten. Syndrom X ist die Vorstufe des Typ-2-Diabetes. So wundert es nicht, dass zunehmend mehr und auch j√ľngere Menschen heute an der Erkrankung leiden, die fr√ľher als "Alterszucker" bekannt war. Die zentrale Ursache bei dieser Stoffwechsel-Entgleisung ist eine steigende Insulinresistenz:

Nach der Aufnahme von Kohlenhydraten wird die Insulin-Produktion und -Aussch√ľttung aus der Bauchspeicheldr√ľse aktiviert. Bei kurzkettigen Zuckern (S√ľ√üigkeiten) werden schlagartig hohe Insulinmengen frei gesetzt, bei langkettigen Zuckern (St√§rke in Brot, Nudeln, Kartoffeln), die erst nach und nach vom K√∂rper mittels Enzymen in kurzkettige Zucker gespalten werden, kontinuierlich geringere Mengen an Insulin. Damit verfolgt der K√∂rper das Ziel, den Blutzucker zu senken, den K√∂rperzellen Energie bereit zu stellen. Neben dem Effekt, dass Energie, die von der Zelle nicht sofort verwertet werden kann, zu dick machendem K√∂rperfett umgewandelt wird, kommt es zu einer zweiten Erscheinung:

Gehen wir davon aus, dass jede urspr√ľnglich gesunde Bauchspeicheldr√ľse bef√§higt ist, im Laufe eines Menschenlebens eine endliche Menge an Insulin zu produzieren und eine limitierte Anzahl an Insulinaussch√ľttungen vornehmen zu k√∂nnen. Die f√ľr die Insulinproduktion zust√§ndigen Zellen der Bauchspeicheldr√ľse ersch√∂pfen sich mit der Zahl der f√ľr die Blutzuckerabsenkung notwendigen Aussch√ľttungen an Insulin. Die Insulinproduktion geht irgendwann dramatisch zur√ľck bzw. wird (fast) ganz eingestellt.

Dieser Typ-2-Diabetes, fr√ľher als "Alterszucker" bekannt, da er an ihrem Lebensende befindliche Menschen - Alte - betraf, trifft nun immer j√ľngere Menschen. Weil durch die "modernen" Ern√§hrungsgewohnheiten von Kindheit an zuviel Kohlenhydrate konsumiert werden und damit die Insulinaussch√ľttung provoziert wird. So wundert es nicht, dass heute zunehmend mehr und auch j√ľngere Menschen an Diabetes-II leiden. Eine wachsende Zahl von Forschungsergebnissen deutet darauf hin, dass der massenhafte Konsum von Kohlenhydraten in Kombination mit Bewegungsmangel diese Entwicklung f√∂rdert.

In Deutschland ist es jedoch f√§lschlicherweise immer noch √ľblich, jedem √úbergewichtigen und jedem, der sich gesund ern√§hren m√∂chte, einzutrichtern, er m√∂ge sich mit Kartoffeln, Reis, Brot oder Gummib√§rchen satt essen und Fett auch in Form von Fleisch, Fisch und √Ėl meiden.

Fett jedoch ist durchaus gesund.

Wenn man die Balance zwischen ges√§ttigten und unges√§ttigten Fetten h√§lt und so f√ľr viel "gutes" HDL-Cholesterin sowie wenig "b√∂ses" LDL-Cholesterin und Triglycerid-Fett im Blut sorgt. Bei den Fetten sind einfach unges√§ttigte Fetts√§uren aus Oliven- oder Raps√∂l wichtig ‚Äď und wesentlich mehr Omega-3-Fetts√§uren. Also auch mehr Fisch, Fleisch aus artgerechter Haltung und N√ľsse essen. Geh√§rtete Fette (meist als versteckte Fette in Geb√§ck und Fertignahrung) sind zu meiden.

Weiterer Vorteil von Fett: es macht l√§nger satt als kurzkettige Kohlenhydrate (Zucker) und Eiwei√ü. (Aber: Wer viel fettreiche Lebensmittel zu sich nimmt, kurbelt damit seinen Hei√ühunger auf noch mehr √ľppige Mahlzeiten an. Mit dieser Nachricht warteten amerikanische Forscher auf. Schuld daran sei der Anstieg von Fetten aus der Gruppe der Triglyceride im Blut. Diese aktivieren nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler √ľber das Gehirn die "Esslust". Zus√§tzlich sorgen sie daf√ľr, dass auch die anderen mit der Mahlzeit aufgenommenen Fette rasch ins Fettgewebe eingelagert werden, also rasch dick machen.)

Somit l√§sst sich folgende Ern√§hrungsempfehlung formulieren, die deutlich von der bisherigen (sehr wenig Fett und S√ľ√üigkeiten, wenig Fleisch, Fisch und Milchprodukte, viel Obst und Gem√ľse, sehr viel Kohlenhydratspender wie Brot, Nudeln Reis etc.) unterscheidet:

Neue Ernährungspyramide:

Diese neuen Ernährungsempfehlungen wurden von der Harvard School of Public Health, Boston (USA), wissenschaftlich erarbeitet.

Auch in Deutschland hat man sich mit diesen neuen Erkenntnissen beschäftigt. Ein Ergebnis der Auseinandersetzung mit diesem Thema resultiert in der LOGI-Methode.

Die durchschnittliche t√§gliche Gesamtkalorienzufuhr ist zwar leicht r√ľckl√§ufig, doch die Menschen nehmen gleichzeitig rasant zu.

Daf√ľr gibt es nur eine Erkl√§rung: sie verbrauchen weniger Energie, als sie zu sich nehmen. Insofern muss entweder die k√∂rperliche Aktivit√§t gesteigert, oder die Gesamtkalorienzufuhr verringert werden.

Also weniger essen? Das hat den Nachteil, dass nicht nur weniger Kalorien, sondern auch weniger lebenswichtige Stoffe wie Mineralien, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe etc. aufgenommen werden. Dabei ist zu beachten, dass man nicht einfach nur weniger essen und einer Mangelversorgung mit Vitamin- und Mineralstoffprodukten bzw. Formuladiäten begegnen kann und sollte.

Vielmehr sind es die sekund√§ren Pflanzenstoffe, die in ihrem komplexen Wechselspiel mit allen Nahrungsbestandteilen positiv wirken. So sind wasserl√∂sliche Ballaststoffe (z.B. das Pektin in √Ąpfeln) nicht nur in der Lage, ein S√§ttigungsgef√ľhl herbei zu f√ľhren oder die Darmbeweglichkeit positiv zu beeinflussen, sondern auch, √ľbersch√ľssige Fette im Darm an sich zu binden und somit den K√∂rper vor einem "Zuviel" zu bewahren.

TV-Tipps

F√ľr Sie gelesen

Thema des Monats

Pflanze des Monats

Ratgeber

Wetter


Wetterdaten werden geladen...

Mobilversion anzeigen